Arbeiten 4.0

Lern- und Experimentierräume der Digitalisierung in Pflegeberufen (PFL-EX)

Welche digitalen Technologien helfen mir bei der täglichen Arbeit? Das testen Pflegekräfte aus Altenpflegeeinrichtungen im Experimentierraum PFL-EX. Sie lernen digitale Technologien kennen und erproben sie pilotartig im Alltag. Erkenntnisse und Empfehlungen werden anschließend über öffentliche Workshops verbreitet.

Zur Projektwebsite: https://pfl-ex.de

Projektträger Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e. V., Kaiserslautern  
Projektpartner aus der Praxis Caritasverband für den Landkreis Miltenberg e. V. – ambulante Pflege, Miltenberg; Kreisaltenheim Amorbach, Amorbach; DRK Pflegeheim Residenz Bad Friedrichshall, Bad Friedrichshall; Zentrum für Telemedizin e. V., Bad Kissingen; SalutoConsult, Bad König  
Branche Altenpflege  
Zielgruppe Beschäftigte in Pflegeberufen  
  • Projektziel

    Digitale Technologien haben das Potenzial, einen großen Mehrwert für Pflegekräfte, Patientinnen und Patienten, Pflegebedürftige und deren Angehörige zu liefern: Sie können die physischen und psychischen Belastungen im Arbeitsalltag reduzieren, motivieren und machen Ausbildung und Arbeitgeber langfristig attraktiver für Fachkräfte und Berufsanfängerinnen oder Berufsanfänger. Deshalb macht das Projekt "PFL-EX" Pflegende mit digitalen Technologien vertraut und bindet sie aktiv in deren praktische Einführung ein. Das fördert die Digitalisierung in den Pflegeeinrichtungen – denn die Akteure kennen die Erfolgsfaktoren, lernen, mit den neuen Technologien umzugehen, und wenden sie deshalb wirksam und gerne an.

  • Drei Fragen an Christine Becker

    Wie können digitale Technologien die Zusammenarbeit von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften verbessern? Das Projekt "PFL-EX" erprobt es in verschiedenen Experimentierräumen. Wie es damit bisherige Arbeitsprozesse anpassen und Erfahrungswissen effektiver einsetzen will, erzählt Christine Becker, Projektpartnerin und Beraterin bei Salutoconsult, im Interview.

  • Digitale Technologien in der Pflege

    Digitale Technologien haben das Potenzial, Pflegekräfte zu entlasten, sodass sie wieder mehr Zeit für ihre Kernaufgabe – die Pflege von Menschen – haben. Wenn Technologien sinnvoll entwickelt und mitarbeiterorientiert eingesetzt werden, profitieren Pflegekräfte und Pflegebedürftige gleichermaßen.

    Dr. Vanessa Kubek, Projektleiterin "PFL-EX", Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e. V.

  • Die Digitalisierung erschließen

    Im Projekt "PFL-EX" steht der Schlüssel symbolisch dafür, das Thema Digitalisierung zu erschließen, Technologien zugänglich zu machen und Türen des Verständnisses zu öffnen.

  • Verbessert Technologie die Pflege? Ergebnisse der ersten Mitarbeiterbefragung

    Um später den Erfolg von PFL-EX messen zu können, wurde zu Projektbeginn eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Über 200 Pflegekräfte in den drei teilnehmenden Einrichtungen haben sich an der Befragung beteiligt. Sie zeigt: Rund 90 Prozent der Befragten sind insgesamt zufrieden mit ihrer Arbeit, obwohl sie hohen körperlichen und emotionalen Belastungen ausgesetzt sind. Zu Belastungen gehören vor allem reduziertes körperliches Leistungsvermögen, Schwierigkeiten durchzuschlafen oder emotionale Erschöpfung. Nur bei einem geringen Anteil der Pflegekräfte überwiegen Ängste vor Überforderung und Zusatzaufwand durch neue Technologien. Die große Mehrheit ist offen für Neuerungen und sieht Potenzial für Entlastungen, etwa durch die elektronische Dokumentation in Verbindung mit einer Spracheingabe. Außerdem könne die Sicherheit der Pflegebedürftigen verbessert werden, zum Beispiel durch technische Assistenzsysteme wie Sensormatten in Betten. Seit Jahresbeginn haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, in Experimentierräumen mehrere von ihnen selbst ausgewählte Technologien praktisch zu erproben. Eine zweite Befragung zum Projektende dient dazu, die Veränderungen festzuhalten.

    Weitere Informationen finden Sie hier.