Handwerksgeselle 4.0 (HWG 4.0)

Das Vorhaben erforscht unterstützende Technologien für kognitive und physische Assistenzsysteme, die Beschäftigten der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche gesundheitsschützendes sowie effizienteres Arbeiten ermöglichen.

Zur Projektwebsite: www.hwg40.de

Projektträger Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)  
Projektpartner exoIQ GmbH, Hamburg; TillerStack GmbH, Berlin; Hans Schramm GmbH & Co. KG, München  
Forschungsfeld Kognitive und physische Assistenzsysteme am Beispiel des Badsanierungsprozesses  
Zielgruppe Mitarbeitende des SHK-Handwerks  
  • Projektziel

    Dieses Projekt entwickelt innovative sowie passgenaue digitale Assistenzsysteme speziell für Beschäftigte in Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerksbetrieben. Dafür wird ein betrieblicher Experimentierraum, das sogenannte HandwerkerLab, geschaffen. In ihm werden die technischen Systeme gemeinsam mit den Beschäftigten weiterentwickelt sowie in realitätsnahen Laborumgebungen und auf Baustellen getestet. Mit der Website www.hwg40.de entsteht eine nachhaltige Wissensplattform für die betriebliche Nutzung, die die Fortschritte des Projektes dokumentiert.

    Durch die entwickelten kognitiven Assistenzsysteme sind Informationen für die Mitarbeitenden direkt vor Ort auf der Baustelle abrufbar. Das führt zu einer qualitativen Verbesserung der Arbeitsorganisation in Handwerksunternehmen. Zur sicheren, gesunden und motivierenden Arbeitsplatzgestaltung tragen zudem physische Unterstützungssysteme (sogenannte Exoskelette) bei, die die Beschäftigten vor Ort bei der Montage von Produkten körperlich entlasten und so den häufig auftretenden Krankheitsbildern (wie beispielsweise Muskel-Skelett-Erkrankungen) im Handwerk entgegenwirken.

    Damit soll das Projekt die Arbeitsqualität an sich sowie die Motivation der Beschäftigten steigern, Organisationsabläufe optimieren und insgesamt eine Imageaufwertung des SHK-Berufs in der Arbeitswelt der Zukunft erreichen.

  • Drei Fragen an Matthias Thiel

    Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Traditionsbranche des Handwerks? Wie kann sie die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte des Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikberufs verbessern? Diese und weitere Fragen beantwortet Diplom-Wirtschaftsingenieur Matthias Thiel, Projektleiter von "Handwerksgeselle 4.0", im Interview.

  • Das Handwerk der Zukunft

    Unser Forschungsprojekt bringt den innovativen Einsatz digitaler Systeme zur Unterstützung der Geschäftsprozesse im Handwerk entscheidend voran. Zugleich werten wir dadurch das Image der von uns vertretenen Handwerksberufe auf und wirken so dem Fachkräftemangel entgegen.

    Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK

  • Handwerksgeselle 4.0 startet in die Laborphase

    Beim Förderprojekt "Handwerksgeselle 4.0" beginnt die nächste große Projektphase: Im November 2019 traf sich das gesamte Projektteam, um in die Laborphase zu starten. In der vorangegangenen Projektetappe (Analysephase) wurden in einem ersten Schritt Bedarfsanalysen zu handwerklichen Prozessen sowie zu körperlichen und kognitiven Belastungen in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche durchgeführt. Auch wurden konkrete Use-Cases für kognitive und physische Assistenzsysteme – wie beispielsweise Exoskelette – erarbeitet.

    Mithilfe dieser Erkenntnisse wurde für die Laborphase ein Experimentierraum "Bad" eingerichtet. Er dient dem praxisnahen Test verschiedener Technologien wie Exoskeletten oder Datenbrillen. Auch Branchenworkshops, in denen das Zusammenwirken zwischen Assistenzsystemen und Beschäftigten erprobt wird, sollen dort durchgeführt werden. Mehrere Sponsoren aus der Sanitärbranche stellten dafür geeignete Badprodukte zur Verfügung.