DIAMANT

DIAMANT steht für "Digitalisiertes Ideen- und Arbeitsmanagement". Das Projekt untersucht die Auswirkungen digitaler Transformation auf Wertschöpfungsprozesse in Unternehmen, vorrangig in den Bereichen Produktion, Logistik und Handel.

Zur Projektwebsite: Öffnet externen Linkhttp://diamant.digital

Projektträger Universität Trier, Juniorprofessur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationssoziologie  
Wissenschaftliche Projektpartner Universität Bremen, Personalwesen/-psychologie, Bremen; FOM Hochschule, ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement, Essen; Universität Duisburg-Essen, Paluno - The Ruhr Institute for Software Technology, Duisburg  
Projektpartner aus der Praxis Balcke-Dürr GmbH, Düsseldorf; GREIWING logistics for you GmbH, Bielefeld; REWE Group, Eitting  
Branche Produktion, Logistik und Handel  
Zielgruppe Unternehmen, die sich mit Digitalisierung beschäftigen, und deren Mitarbeitende  
  • Projektziel

    Digitalisierung in Unternehmen findet in der Regel als Top-down-Prozess statt, initiiert durch Führungskräfte. Die Akzeptanz neuer Technologien im Arbeitsprozess ist allerdings größer, wenn die Organisationskultur so gestaltet ist, dass die Mitarbeitenden am Veränderungsprozess teilhaben. Hier setzt das Projekt "DIAMANT" an. Aus einer interdisziplinären Perspektive entwickelt es Gestaltungsoptionen und Umsetzungsmöglichkeiten für ein innovatives Ideen- und Arbeitsmanagement. Ziel ist, die Arbeitsbedingungen im betrieblichen Alltag zu verbessern, digitalisierte Arbeit gesund und motivierend zu gestalten sowie Potenziale für Mitarbeitende und Unternehmen zu entfalten. Dazu werden moderne und lernfreundliche Arbeitsumgebungen mit stärkerer Selbstorganisation und individuellen Gestaltungsfreiräumen am Arbeitsplatz und im Arbeitsprozess ermöglicht. Mitarbeitende werden also direkt in den Digitalisierungsprozess einbezogen. Ihre Arbeitsbelastung und die Güte der Anpassungen werden dabei mit einem entwickelten Instrument zur Messung psychischer Belastung und Beanspruchung in digitalisierten Arbeitssystemen gemessen. Ein E-Coaching-System fördert die Kompetenzentwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften für ihre Tätigkeiten im veränderten Arbeitsalltag.

  • Drei Fragen an Jun.-Prof. Dr. Caroline Ruiner

    Wie kann man digitalisierte Arbeit sicher, gesund und motivierend gestalten und welche Rolle spielen die Mitarbeitenden von Unternehmen bei diesen Veränderungsprozessen? Diese und weitere Fragen beantwortet Jun.-Prof. Dr. Caroline Ruiner, Projektkoordinatorin von "DIAMANT", im Interview.

  • Mitarbeitende aktiv begleiten

    Digitalisierung ist nicht bloß auf einen technischen Aspekt reduzierbar, der Mensch muss mitgedacht werden. Wir erhoffen uns von der Teilnahme am Projekt ,DIAMANT‘, unsere Mitarbeitenden künftig noch besser auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorbereiten zu können.

    Dominic Loske und Gustav König, REWE Group

  • Der besondere Schliff

    Der Symbolgegenstand für unser Projekt ist ein Diamant - und das nicht nur aus dem Grund, dass er unserem Projekt-Akronym entspricht. Der Diamant ist eine Innovation der Natur, in der aus Kohlenstoff ein wertvoller, unzerstörbarer Edelstein entstanden ist. Der Mensch hat den Stein verfeinert, ihm durch den besonderen Schliff seine anregende Gestalt gegeben. Er hat ihn sich auch zu Nutze gemacht, in etwa als Schneidewerkzeug, oder ihn zu Schmuck verarbeitet und vieles mehr. Das entspricht dem Vorgehen unseres Projektes. Mit "DIAMANT" setzen wir an den jeweiligen Gegebenheiten der Unternehmen an. Wir verfeinern diese, damit etwas Neuartiges und Beständiges entsteht, dem die Menschen einen hohen Wert beimessen und das einen wichtigen Nutzen für sie und die Zukunft der Arbeit hat.

  • Ein erfolgreiches Jahr 2019 für DIAMANT

    Das Förderprojekt "Digitalisiertes Ideen- und Arbeitsmanagement in Produktion, Logistik und Handel (DIAMANT)"  kann auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken. Nach dem Projektstart Ende 2018 konnte die Interviewphase als wesentlicher Bestandteil des ersten Arbeitspaketes zügig abgeschlossen werden. Insgesamt 34 Interviews führten die Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter mit Mitarbeitenden der am Projekt beteiligten Unternehmen durch.

    Die wichtigen Erkenntnisse zu Arbeitsprozessen und zur Auswirkung der Digitalisierung auf den Arbeitsalltag flossen direkt in die Entwicklung des Fragebogens zur psychischen Arbeitsbelastung als Risk-Assessment-Tool zur Gefährdungsbeurteilung ein. Hierzu startete parallel das zweite Arbeitspaket des Projektes, in dem mit zahlreichen Unternehmen Digitalisierungsstrategien erarbeitet und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wurden.

    Bei dem im September in den Räumen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Bonn stattgefundenen Expertenworkshop präsentierte das Projekt die bisher erarbeiteten Ergebnisse und diskutierte diese mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis. Zur Abstimmung der nächsten Projektschritte trafen sich am 18.11.2019 die Projektpartnerinnen und Projektpartner zu einem internen Arbeitstreffen. Neben dem weiteren Vorgehen wurden dabei insbesondere erste Entwürfe zur Implementierung eines digitalen Ideenmanagements sowie die Konzeption eines E-Coachings präsentiert und diskutiert.