ESF-Bundesprogramm "Zukunftszentren"

Mit dem ESF-Bundesprogramm "Zukunftszentren" sollen die ostdeutschen Bundesländer gezielt dabei unterstützt werden, die großen Veränderungsprozesse zu bewältigen und vor allem sozial zu gestalten. Qualifizierung im Betrieb soll neu gedacht und erprobt werden - immer mit dem Ziel, die Selbstlern- und Gestaltungskompetenz zu fördern. Denn Digitalisierung verändert die Tätigkeiten und Anforderungen in allen Berufen.

  • Einladung zur 1. Arbeitspolitischen Jahrestagung „Arbeit im Umbruch – den Wandel gestalten“

    Um die Herausforderungen des demografischen Wandels und der fortschreitenden Digitalisierung für KMU und ihren Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen, lädt das „Zentrum digitale Arbeit“ in Kooperation mit dem BMAS zur

    1. Arbeitspolitischen Jahrestagung
    „Arbeit im Umbruch – den Wandel gestalten“
    am 27. Oktober 2020, 10:00 bis 13:00 Uhr, ein.

    In der Online-Veranstaltung mit Livestream soll ein Einblick in die Schwerpunkte des Programms „Zukunftszentren“ und die regionale Projektarbeit in Ostdeutschland gegeben werden.

    Neben einem Talk mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Kassel und Mitglied des Beratungskreises zum BMAS-Weißbuchentwurf „Arbeiten 4.0, eine Keynote zur „Arbeit in dynamischen Zeiten“ halten. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

  • Digitaler und demografischer Wandel in Ostdeutschland

    Die rapide voranschreitende Digitalisierung und der zunehmend spürbare demografische Wandel verändern unsere Arbeitswelt gravierend. Dies bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen neue Chancen und Wachstumsaussichten. Gleichzeitig besteht ein enormer Anpassungsdruck. In besonderem Maße und schon deutlich früher sind die ostdeutschen Bundesländer mit den Herausforderungen des demografischen und digitalen Wandels konfrontiert gewesen. Viele gut ausgebildete junge Leute sind in die alten Bundesländer gezogen. In den kommenden Jahren gehen außerdem zahlreiche ältere Menschen in den Ruhestand. Hier stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen und Beschäftigte sowie Selbstständige dabei unterstützt werden, diese Wandlungsprozesse zu meistern? Genau an dieser Stelle kommen die "Zukunftszentren" ins Spiel.

  • Qualifizierung im Betrieb neu denken und erproben

    Mit den 'Zukunftszentren' wollen wir die ostdeutschen Bundesländer gezielt dabei unterstützen, die großen Veränderungsprozesse zu bewältigen und sozial zu gestalten. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und richten uns sowohl an kleine und mittlere Unternehmen, ihre Beschäftigten als auch an Selbstständige, insbesondere Solo-Selbstständige. Mit den 'Zukunftszentren' wollen wir Qualifizierung im Betrieb neu denken und erproben - immer mit dem Ziel, die Selbstlern- und Gestaltungskompetenz zu fördern und die Betriebe und ihre Beschäftigten fit für den zu Wandel machen.

    Staatssekretär Björn Böhning

  • Ein ganzheitlicher Ansatz

    Mit dem ESF-Bundesprogramm "Zukunftszentren" werden mit innovativen Konzepten zur Weiterbildung im Betrieb beispielsweise digitale Kompetenzen in Unternehmen gefördert. Denn Digitalisierung verändert die Tätigkeiten und Anforderungen in allen Berufen.

    Die "Zukunftszentren" verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: Sie richten sich sowohl an Unternehmen und ihre Beschäftigten als auch an Selbstständige, insbesondere Solo-Selbstständige. Für den Aufbau der Zentren ist die Expertise der Akteure und Netzwerke in den Regionen entscheidend. Die Menschen in Ostdeutschland haben eine besondere Transformationskompetenz: Sie haben schon einmal einen tiefgreifenden Umbruch erfolgreich bewältigt. Hieran gilt es anzuknüpfen. In jedem ostdeutschen Bundesland wurde ein "Regionales Zukunftszentrum" eingerichtet, um die unterschiedlichen Bedarfe der Regionen und Branchen differenziert in den Blick zu nehmen. Ein übergeordnetes "Zentrum digitale Arbeit" bündelt das Wissen und sorgt für einen bundesweiten Austausch.

    Folgende Träger setzen jeweils mit Projektpartnern die "Regionalen Zukunftszentren" um:

    • die Universität Rostock (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik) in Mecklenburg-Vorpommern,
    • das f-bb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH in Brandenburg und Sachsen-Anhalt,
    • die RKW Sachsen GmbH Dienstleistung und Beratung in Sachsen und
    • die Ernst-Abbe Hochschule Jena in Thüringen.

    Das "Zentrum digitale Arbeit" wird federführend von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. betrieben. Hier gelangen Sie zu den Projektsteckbriefen.

    Im Rahmen einer "Kick off"-Veranstaltung am 25. November 2019 in Leipzig hat das BMAS gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr den Startschuss für die Zukunftszentren gegeben. Hier finden Sie weitere Informationen über die Veranstaltung.

    Mit dem "Haus der Selbstständigen", welches seit Mai 2020 federführend von der INPUT Consulting gGmbH umgesetzt wird, werden Informationen zur Gründung von Interessenvertretungen und zu selbstregulierenden Verfahren bereitgestellt mit dem Ziel, die Vergütungssituation, Arbeitsbedingungen und soziale Sicherung von Solo-Selbstständigen und Plattformbeschäftigten zu verbessern.

    Finanziert wird das Programm "Zukunftszentren" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie teilweise aus Landesmitteln kofinanziert. Bis Juni 2022 stehen für die "Zukunftszentren" mehr als 36 Millionen Euro zur Verfügung.

    Hier finden Sie die Förderrichtlinie vom 7. März 2019 sowie die Änderung der Förderrichtlinie vom 10. Oktober 2019.

  • Was soll gefördert werden?

  • Struktur und Aufgaben der Zukunftszentren