AOK Niedersachsen: Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0

Die Arbeitswelt wird zunehmend digitaler, vernetzter und flexibler. Dies stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, Arbeitsbedingungen gesundheitsgerecht zu gestalten. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten. Doch wie sieht ein zukunftsfähiges BGM-Konzept aus, das den Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 gerecht wird? Dies untersucht die AOK Niedersachsen gemeinsam mit 21 Unternehmen im Innovationsprojekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“.

Zur Projektwebsite: www.aok-projekt-viernull.de

Projekttitel: Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0  
Projektträger: AOK Niedersachsen  
Projektunternehmen: Agrarfrost GmbH & Co. KG, ALTE OLDENBURGER Krankenversicherung AG, Arconic Fastening Systems & Rings, Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG, Clavey Automobil Dienstleistungs GmbH & Co. KG, Fahrzeugwerk Bernard KRONE GmbH & Co. KG, Forbo Siegling GmbH, Hellmann Worldwide Logistics Road & Rail GmbH & Co. KG, KRH Klinikum Region Hannover, Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn mbH, LLOYD Shoes GmbH, The Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH & Co. KG, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Norddeutsche Landesbank – Girozentrale, Dirk Rossmann GmbH, Schnellecke Group AG & Co. KG, Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität, VILSA-BRUNNEN Otto Rodekohr GmbH, ZF Friedrichshafen AG  
Wissenschaftliche Begleitung: Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e. V.  
Projektpartner und -unterstützer: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung; Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung; Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Unternehmerverbände Niedersachsen e. V.; Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt  
Branche/Forschungsfeld: Gesundheit  
Zielgruppe/Fokus: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)  
  • Projektziel

    Das Innovationsprojekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ der AOK Niedersachsen hat das Ziel, die Wirkung der Arbeitswelt 4.0 auf die Gesundheit der Beschäftigten zu verstehen und darauf aufbauend bereits etablierte Konzepte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten.

    Im ersten Projektjahr wurde die Frage untersucht, welche Aspekte der Arbeitswelt 4.0 in der betrieblichen Praxis der 21 Projektunternehmen wiederzufinden sind. Die Themen sind vielfältig: zunehmende Projekt- und Teamarbeit, verstärkte Automatisierung und digitale Kommunikation, internationale Zusammenarbeit, neue Aufgaben- und Kompetenzprofile für Beschäftigte und der Bedarf einer neuen Rollendefinition von Führungskräften.

    Die AOK Niedersachsen betrachtet diese und weitere Themen in ihrem Projekt und untersucht im Verlauf, welche Wirkung diese Aspekte auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von Beschäftigten haben. Neue Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Konzepte und Angebote im BGM ein und werden direkt im Projekt pilotiert.

    Darüber hinaus sieht die AOK Niedersachsen den Austausch zu Herausforderungen und Lösungsansätzen als erfolgsentscheidend für die gesunde Gestaltung der Arbeitswelt 4.0. Den Projektunternehmen bietet die AOK Niedersachsen zweimal jährlich einen exklusiven Erfahrungsaustausch an, um gemeinsame Herausforderungen zu bearbeiten und Best Practices zu teilen. Auch fördert die AOK Niedersachsen in verschiedenen Veranstaltungen den übergreifenden Wissensaustausch zwischen Expertinnen und Experten aus Praxis, Wirtschaft und Forschung.

  • Drei Fragen an Anouschka Gronau

    Anouschka Gronau erklärt, warum die Arbeitswelt 4.0 ein evolutionärer Prozess ist und inwiefern das Projekt der AOK Niedersachsen Leuchtturmcharakter hat.

  • Jahressymposium 2019: Gesundheit als Führungsaufgabe

    Die AOK Niedersachsen hat beim diesjährigen Jahressymposium erste Ergebnisse des Innovationsprojekts „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ präsentiert. Demnach sind viele Beschäftigte gestresst und frustriert, was unter anderem auf eine hohe Informationsdichte am Arbeitsplatz zurückzuführen ist sowie auf das Abnehmen der persönlichen Kommunikation. Ebenfalls verschwimmen die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine Belastungsprobe stellt.

    Wie lässt sich die Gesundheit erhalten? Zunächst sollten Unternehmen Belastungsfaktoren identifizieren, um daran das betriebliche Gesundheitsmanagement auszurichten. Ebenfalls wichtig ist die Einsicht, dass Gesundheitsprobleme weniger durch Technologien gelöst werden – sondern durch die Beschäftigten selbst. Vor allem Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle: Formulieren sie ihre Erwartungen klar und transparent, sind Beschäftigte sicherer darin, wie sie beispielsweise im mobilen Arbeiten erreichbar sein sollten oder wie sie sich in neuen Arbeitsformen organisieren.

    Einen ausführlichen Rückblick auf das Jahressymposium und mehr Informationen zu den Ergebnissen finden Sie hier.

  • Eindrücke des Jahressymposiums Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0