Was wir gelernt haben

Sabine Lang, Leiterin des Leitungsstabs Strategische Steuerung, und René Moritz, Referent der Projektgruppe Digitalisierung und E-Verwaltung, erläutern ihre fünf Erkenntnisse aus dem bisherigen Prozess:

  1. Empfehlung

    Ein Format wie die Ideenwerkstatt muss möglichst früh greifbare Ergebnisse liefern. Es hilft, schnell die abstrakte Ebene zu verlassen und anhand von Pilotprojekten und Prototypen weiter zu diskutieren. Zum einen sind sich in der Theorie meistens alle einig – spannend wird es erst in der Praxis. Zum anderen erhöht es die Motivation der Beteiligten, wenn sie Ergebnisse sehen.

  2. Empfehlung

    Man braucht von Beginn an hoch motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich aktiv dafür einsetzen, die Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Ein kleines Team aus hoch motivierten Leuten ist besser als ein größeres, bei dem jemand zur Mitarbeit verpflichtet wurde und nicht für die Idee brennt.

  3. Empfehlung

    Ein agiles Format innerhalb klassischer Hierarchien umzusetzen, ist eine echte Herausforderung. Auch in Experimentierräumen muss es für organisatorische Fragen feste Verantwortlichkeiten und Ansprechpersonen geben – vor allem für die Kommunikation mit den anderen Kolleginnen und Kollegen in der Behörde.

  4. Empfehlung

    Ein großes Durchhaltevermögen ist entscheidend. Veränderungen von Behördenstrukturen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen brauchen viel Zeit und Personen, die daran glauben. Auch wenn es mal nicht gut läuft oder Ergebnisse auf sich warten lassen, muss diese Zeit von der Behördenleitung bzw. der Führungsebene gegeben werden.

  5. Empfehlung

    Um wirklich experimentell zu arbeiten, muss Scheitern möglich sein. Oft fehlt es dafür an der entsprechenden Fehlerkultur oder es gibt die Tendenz, an Ideen krampfhaft festzuhalten. Stattdessen muss man wirklich bereit sein, Maßnahmen auszuprobieren, bei Bedarf nachzujustieren und – wenn es sein muss – auch wieder rückgängig zu machen.