Expertendialog

Die Veränderungen der Arbeitswelt erfordern neue Ideen, frische Gedanken und einen offenen Dialog. Gerade weil die Zukunft der Arbeit bisher nur schemenhaft erkennbar ist, brauchen wir Impulse, wie diese Zukunft aussehen könnte und wie sie nicht aussehen sollte. Denn die Digitalisierung wirft viele Fragen auf. Bleibt der Sonntag grundsätzlich ein Tag der Erholung, wenn die Arbeit immer und überall erledigt werden kann? Wie lässt sich Solidarität organisieren, wenn immer mehr Beschäftigte im Home-Office arbeiten und die direkte Absprache im Büro nicht mehr funktioniert? Ist die Solo-Selbstständigkeit in Zukunft das Normarbeitsverhältnis, während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum Auslaufmodell wird? Welche Führungskräfteentwicklung muss stattfinden, um den Bedürfnissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht zu werden? Diese Fragen bewegen Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Kirchen und Gewerkschaften. Hier kommen sie zu Wort und werfen ihren Blick auf die Veränderungen, die uns alle angehen. Über die Dialogfunktion können Sie den meisten unserer Expertinnen und Experten Fragen stellen.

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Antworten von Dr. Florian Michahelles

Hier finden Sie die bereits beantworteten Fragen der Expertinnen und Experten. Stellen Sie Ihre eigene Frage

  • FRAGE Marlies Schlippes: Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten gibt es für KI im Arbeitsalltag eines Anbieters für Weiterbildung, Beratung und Coaching? Wir sind ein kleines Unternehmen und können uns keinen großen Entwicklungsaufwand leisten.
    ANTWORT
    Portrait von Dr. Florian Michahelles
    Dr. Florian Michahelles: Weiterbildung, Beratung und Coaching sind ein weites Feld. KI kann sicherlich helfen bei automatisierten Lernsystemen, Bewertung von Aufgabenstellungen, Vergleich und Vorschlag ähnlicher Lösungsansätze, Gestaltung virtueller und personifizierter künstlicher Lern- und Lehrassistenten. Hierbei geht es darum, auf bestehende Frameworks und Tools zurück zu greifen.
  • FRAGE Heinz Kessler: Wie wird die fortschreitende Digitalisierung die sozialen Beziehungen und die Möglichkeit zur konzentrierten Arbeit beeinflussen?
    ANTWORT
    Portrait von Dr. Florian Michahelles
    Dr. Florian Michahelles: Wie jede Technologie ist auch die Digitalisierung nur ein Werkzeug, das einen aufgabenbezogen sinnvollen und ethisch vertretbaren Einsatz erfordert. Im Vordergrund werden intuitive Benutzerschnittstellen stehen müssen, z.B. Spracheingabe und Ausgabe zur Etablierung von Assistenzsystemen, die sich dem Wissensstand und Fähigkeiten des Mitarbeiters anpassen, ihn zu komplexeren Aufgaben befähigen, und ein lebenslanges Lernen und Weiterbildung am Arbeitsplatz ermöglichen. Neben der technischen Weiterentwicklung wird insbesondere die Etablierung der Digitalisierung als Kulturtechnik einen großen Raum einnehmen müssen, um die Menschen in ihrer Arbeit von wiederkehrenden und schwerfälligen Routinearbeiten zu befreien und mehr Freiraum für kreative Aufgaben mit intuitionsgetriebenen Entscheidungen zu schaffen. Jede Kulturtechnik muss erlernt, Normen entwickelt, und im gesellschaftlichen Konsens reguliert werden. Wenn der Nutzen im Vordergrund steht, Transparenz über die Funktionalität und Verwendung der Daten geschaffen wird, sowie die letzte Entscheidung über den Einsatz dem Menschen bleibt, kann die Angst vor der Technologie genommen und Akzeptanz geschaffen werden. So kann die Technologie sinnvollen Nutzen stiften, soziale Akzeptanz finden und Wohlstand fördern.

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