Projektförderung unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Förderung für Experimentierräume geht in eine neue Runde

Um die Arbeitsqualität in Deutschland zu erhalten und auszubauen, gilt es, die Digitalisierung aktiv zu gestalten und die Potenziale des technologischen Wandels zu nutzen. Der Dialogprozess Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat gezeigt, dass betriebliche Lernprozesse und die experimentelle Erprobung neuer Arbeitsformen in Unternehmen wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Arbeitswelt der Zukunft sind. Deshalb fördert das BMAS seit 2017 die Einrichtung von betrieblichen Lern- und Experimentierräumen im Rahmen der Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“.

Ab dem 11. Oktober 2019 wird die bisherige Förderrichtlinie um den Handlungsschwerpunkt Künstliche Intelligenz (KI) erweitert. Hintergrund ist eine immer entscheidendere Rolle von KI im digitalen Transformationsprozess. Die ergänzte Förderrichtlinie legt einen Schwerpunkt auf die Erprobung menschenzentrierter KI-Anwendungen in der betrieblichen Praxis. Das Ziel der Förderung ist es, Lösungen zu finden, die Unternehmen und ihre Beschäftigten effizienter arbeiten lassen und gleichzeitig soziale Innovationen mit sich bringen. Die innovativen KI-Anwendungen sollen dabei im Einvernehmen mit den Sozial- und Betriebspartnern entwickelt werden.

INQA als institutionelles Dach

Das institutionelle Dach für die Förderung von Lern- und Experimentierräumen bildet weiterhin die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des BMAS. Sie ist sozialpartnerschaftlich getragen und darauf ausgerichtet, innovative Projekte für eine zukunftsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt zu unterstützen. Die Ergebnisse der Experimentierräume sollen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen Impulse für betriebliche Veränderungsprozesse geben. Förderfähig sind Lern- und Experimentierräume, die innovative Lösungen für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt entwickeln, auf betrieblicher Ebene unter Beteiligung der Belegschaft stattfinden und durch wissenschaftliche Einrichtungen begleitet und evaluiert werden.

Anknüpfend an die bisherige Projektförderung trägt das BMAS auch mit den Lern- und Experimentierräumen KI dazu bei, im digitalen und demografischen Wandel Innovationen zu fördern, die Fachkräftebasis zu sichern und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Auch für die KI-Projekte gilt, dass sie in den Betrieben durch zukunftsfähige Aushandlungsprozesse eingeführt und wissenschaftlich evaluiert werden sollen.

Jetzt bis zum 22. November 2019 bewerben

Antragsberechtigte Unternehmen und Verwaltungen mit Sitz in Deutschland können sich ab sofort bis zum 22. November 2019 um eine Förderung über die ergänzte Richtlinie bewerben. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten sowie Unternehmensverbünde sind zu einer Bewerbung aufgerufen. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu den Förderbedingungen finden Sie auf der Website der mit der Durchführung des Verfahrens betrauten Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub mbH).

Weiter Informationen

Aktualisierte Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“