"Gemeinsam wollen wir die Arbeitswelt 2025 gestalten"

Neues Dialogformat startet mit Zukunftswerkstatt #Arbeitswelt2025 in Erfurt

05. Dezember 2019

Wie wird die Arbeitswelt 2025 aussehen? Was sind die zentralen Herausforderungen vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen? Welche Handlungs- und Lösungsansätze gibt es? Um diese Themen ging es in der Zukunftswerkstatt #Arbeitswelt2025, zu der das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 03.12.2019 nach Erfurt ins Steigerwaldstadion eingeladen hatte. Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP), der NEW WORK SE sowie dem Demographie Netzwerk der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) wurden in dem neuen Dialogformat Fragestellungen und Lösungen für die Arbeitswelt von morgen diskutiert.

Björn Böhning, zuständiger Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

"Die Arbeitswelt wandelt sich rasant. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen in der Digitalisierung vor besonderen Herausforderungen. Mit ihnen gemeinsam wollen wir die Arbeitswelt 2025 gestalten. Deshalb haben wir mit unserem neuen Dialogformat Zukunftswerkstatt #Arbeitswelt2025 genau diesen Unternehmen einen Raum zum Austauschen, Zuhören und gemeinsamen Arbeiten geboten. Wir nehmen heute viele gute Impulse und Ideen für eine zukunftsfähige Personalpolitik und Arbeitsorganisation mit, die auch richtungsweisend für unsere Politik sein werden. Die Zukunftswerkstatt hat gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Diesen Dialog werden wir im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit fortsetzen."

Über 500 Gäste - Geschäftsführer*innen und Beschäftigte von Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU), Personaler, Auszubildende, Studenten*innen, Vertreter*innen von Verbänden und Kammern sowie der Politik - kamen zusammen, um ihre Fragen, Ideen, Erfahrungen und Expertisen einzubringen, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Auch die Lern- und Experimentierräume waren vertreten: Michael Halberstadt (LVB) vom Förderprojekt MADAM gab einen Impuls zum Thema "Mobiles Arbeiten im Takt der Digitalisierung", Dr. Kira Marrs vom Experimentierraum #WomenDigit für den Bereich "Digitale Arbeit als Chance für mehr Gerechtigkeit" und Nadine Nobile zu neuen Vergütungsmodellen.

Genauso standen Staatssekretärin Valentina Kerst (Thüringer Ministerium für Wirtschaft), die Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt Dr. Cornelia Haase-Lerch, Ralf Rangnick (Head of Sport & Development Soccer bei Red Bull) sowie Prof. Jutta Rump (INQA-Themenbotschafterin) dabei Rede und Antwort.

Im Vorfeld der Zukunftswerkstatt wurden unter Federführung der einzelnen Partner (DIHK, DGFP, New Work SE, INQA/ddn) deutschlandweit Akteure*innen der Arbeitswelt über unterschiedliche Zugänge angesprochen. Es fanden im Anschluss moderierte Fokusgruppengespräche mit Unternehmen statt, um die zentralen Herausforderungen und Bedarfe von KMU mit Blick auf die Arbeitswelt der Zukunft zu erfassen. Dazu gehören u.a. Themen wie strategische Personalplanung, Nachwuchsgewinnung, Vergütungsmodelle, bedarfsorientierte und attraktive Aus- und Weiterbildung, mobiles Arbeiten. Auf dieser Grundlage konnte die Zukunftswerkstatt passgenau ausgerichtet werden. Diese neue Form der Ansprache und Themensammlung wird bei künftigen Veranstaltungen ausgebaut.

Vorgesehen ist, diesen Dialog in der Initiative Neue Qualität der Arbeit weiterzuführen. Die vom BMAS geförderte Initiative ist die größte deutsche Praxisplattform für Arbeitsqualität und eine zukunftsfähige Unternehmenskultur. Getragen von Partnern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bietet INQA praktische Handlungshilfen, professionelle Beratung, das Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur" sowie umfangreiche Förder- und Netzwerkaktivitäten.