Statement von Christian Liedtke zu "Flexwork"

Traditionelle Rollenbilder weichen immer häufiger individuellen Lebensentwürfen, da das Bedürfnis nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei den Arbeitnehmenden zunehmend steigt. Um die Deutsche Kreditbank (DKB) hierfür entsprechend organisatorisch und kulturell weiterzuentwickeln, haben wir das Projekt „FlexWork“ angestoßen. Dieses ermöglicht über physische Bürogrenzen hinweg eine Zusammenarbeit und Eigenverantwortung sowie die Förderung einer Vertrauenskultur.

Im Rahmen des Projekts wurde den teilnehmenden Pilotgruppen der erforderliche Raum gegeben, neue Arbeitsformen zu erproben und zu testen. Die daraus erzielten Resultate hatten einen positiven Einfluss auf die Produktivität und zeigten die standort- und vertriebsstrategischen Mehrwerte deutlich auf. Diese positiven Effekte führten dazu, dass bereits heute 90 Prozent der Mitarbeitenden „FlexWork“ nutzen.

Für eine erfolgreiche Projektdurchführung legten wir von Anfang an viel Wert auf eine Ergebnisoffenheit. So wurden im Rahmen der Mitbestimmung, aber auch als ständige Impulsgeber, verschiedenste Interessengruppen miteingebunden. Das orts- und zeitflexible Arbeiten hatte zudem auch Auswirkungen auf die Ausgestaltung und Ausstattung von Arbeitsplätzen. Diese mussten nun bedarfsspezifischer an die flexiblen Arbeitsumgebungen angepasst werden.

Ein stetiger „Blick aufs Ganze“ fordert das Engagement einer Organisation und seiner Mitarbeitenden. Gleichzeitig entstanden so bei der DKB neue Freiräume für alle und ein verstärktes Miteinander, da mit „FlexWork“ eine intensivere Vernetzung und eine standortübergreifende Integration von Wissensträgern erreicht wurde. Dieser Ansatz machte eine stetige Weiterentwicklung und Akzeptanz der Belegschaft gegenüber dem Projekt erst möglich.

Um weitere Verbesserungspotenziale zu identifizieren, findet im Juli 2020, unterstützt durch das Fraunhofer IAO, eine Gesamtevaluation statt.