Interkulturelle betriebliche Zusammenarbeit

Wie unsere Gesellschaft ist auch unsere Arbeitswelt von Vielfalt geprägt. Alle Mitarbeitenden formen mit ihrem Wissen und ihrem Blick auf die Welt ein Unternehmen mit. Vielfalt ist daher ein wichtiger Motor für Kreativität, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Ansgar Kremer, Geschäftsführer von Kremer Stahltechnik, und Elisabeth Ernst, Jobbegleiterin für Geflüchtete am Wirtschaftsforum der Region Passau, berichteten im virtuellen Roundtable von ihrem Engagement und ihren Erfahrungen bei der Integration von geflüchteten Menschen in die Arbeitswelt.

Welche Rolle dabei Ehrenamtliche spielen, wie die Belegschaft bei Kremer Stahltechnik auf die neuen Mitarbeitenden reagierte und welche Tipps die Expertin und der Experte interessierten Unternehmen mit auf den Weg geben würden, wurde im Roundtable diskutiert.

Einen konkreten Anlass, Menschen mit Fluchthintergrund einzustellen, gab es nicht, berichtete Ansgar Kremer. Vielmehr empfinde er es als gesellschaftliche Verpflichtung, geflüchtete Menschen zu integrieren. Es sei wichtig, dass sie Arbeit haben. Der akute Fachkräftemangel hätte das Unternehmen zusätzlich dazu bewogen, mit geflüchteten Menschen zu arbeiten. Bei Kremer Stahltechnik seien alle willkommen, die Lust an der Arbeit hätten.

Darüber hinaus wurde diskutiert, wie Menschen mit Fluchterfahrung ein gutes Ankommen ermöglicht werden könne. Elisabeth Ernst und Ansgar Kremer waren sich einig, dass Schnupperpraktika sowohl für die Bewerberin bzw. den Bewerber als auch für das Unternehmen selbst eine zentrale Rolle spielen. Sie böten eine gute Möglichkeit, einen Einblick in das Unternehmen und die zu erwartenden Tätigkeiten zu bekommen sowie sich gegenseitig kennenzulernen. Durch Praktika könne auch Ausbildungsabbrüchen entgegengewirkt werden. Es sei zudem wichtig, die Auszubildenden gerade in den Anfangszeiten noch zu begleiten. Es helfe, kontinuierlich mit dem Unternehmen zu kommunizieren und rückzufragen, ob es Probleme oder Fragen gäbe. Auch die frühzeitige Vermittlung der deutschen Arbeitsweise könne Problemen vorbeugen.

Welche Themen darüber hinaus diskutiert wurden und was die Teilnehmenden besonders interessierte, erfahren Sie zusammengefasst in unserem Podcast "Der virtuelle Roundtable kompakt."